Meine Arbeiten entstehen in einem prozessorientierten Wechselspiel aus Siebdruck, Malerei und digitalen Techniken. Ausgangspunkt ist der digitale Bildraum, in dem sich zahlreiche Ebenen aufbauen, überlagern und verschieben, bevor sie schichtweise auf die Leinwand übertragen werden.
Mich interessiert die Bewegung zwischen Planung und Zufall, zwischen Kontrolle und Spontaneität. Jede Schicht beeinflusst die nächste und eröffnet unerwartete Möglichkeiten – so wird der Siebdruck für mich zu einem experimentellen Werkzeug, das den Prozess der Bildfindung ständig vorantreibt.
Auf der Leinwand begegnen sich abstrakte und organische Formen, fragmentierte Pflanzenelemente und architektonische Versatzstücke. Sie lassen Räume entstehen, die sich zugleich aufbauen und wieder auflösen – Orte zwischen Erinnerung und Transformation. Durch Wiederholung, Überlagerung und malerische Gesten entsteht ein offener Bildraum, in dem Szenen eher angedeutet als eindeutig dargestellt werden.
Meine Arbeiten pendeln dabei zwischen Abstraktion und Wiedererkennbarkeit, zwischen digitaler Ästhetik und analoger Präsenz. Gerade in dieser Spannung entfaltet sich für mich die eigentliche Dynamik des Bildes.
Christoph Brückner